Der Annastollen im Bromriesen-Bergbau

Mit Schlägel und Eisen im Annastollen Bromriesenzoom
Stollenführer Fredi Trinker im Annastollen Bromriesenzoom
Kinder im Annastollen Bromriesenzoom
Kindergruppe am Stolleneingang des Annastollenzoom

Sehen - nämlich NICHTS sehen.

Ohne Stirn- oder Taschenlampe wäre man schnell verloren im Annastollen des historischen Bromriesen-Bergwerks. Das ehemalige Silberbergwerk im Talgrund des Obertales ist heute montanrechtlich als Schaustollen adaptiert.

Die Geschichte des Bergbaues im Bereich Bromriesen geht bis ins 16. Jahrhundert zurück, wo im Bereich des Annastollens abgebaut wurde. Der Abbau erfolgte zu Beginn mittels der Technik des Feuersetzens und im 17. und 18. Jahrhundert mittels Sprengarbeit.

Außerdem zeigen die Abbauspuren, dass Lagerstätten mit Hilfe von Schlägel und Eisen und der Keilhaue gewonnen wurden. Aus dem 19. Jahrhundert sind zudem Spuren von Untersuchungsarbeiten zu erkennen. Johann Rudolf Ritter von Gersdorff und dessen Enkel setzten den Abbau von Nickel bis zur Schließung 1876 fort.

Aufgrund der Entdeckung großer Nickelvorkommen in Neukaledonien und dem folgenden Preisverfall war der Bergbau in der Bromriesen in der Folge nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.

Führungen im historischen Bergwerk

Heutzutage wird der Annastollen touristisch genutzt und Du kannst im Sommer bei einer Führung des Tourismusverbandes den historischen Bergbau hautnah erleben. Dabei bekommst Du ein Gefühl dafür, wie hart die Arbeit für die Bergknappen damals war. Der Annastollen stellt dabei den Hauptzugang zum Stollensystem Bromriesen dar und liegt auf einer Seehöhe von 1.226 Meter.

Von Ende Mai bis Anfang Oktober kannst Du an zwei Tagen pro Woche an einer Führung im Annastollen teilnehmen:

  • Mittwoch, jeweils um 13.45 Uhr
  • Freitag, jeweils um 9.30 Uhr

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung im Büro des Tourismusverbandes Schladming notwendig. Für Gruppen gibt es auch die Möglichkeit eine gesonderte Führung zu vereinbaren.

 
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